Amazon Alexa Skill für s.Oliver

Rückblick

Mit dem Ziel einen neuen Kanal für den Endverbraucher zu generieren wurde die Universität Würzburg beauftragt, einen Skill für Amazon Alexa zu entwickeln, der sprachgesteuert die Anforderungen von Kunden erkennt und entsprechend darauf reagieren kann.

Die Entwicklungen fanden unter dem Arbeitstitel „Amazon Alexa Skill Development“ in Zusammenarbeit mit dem Master Studiengang für Wirtschaftsinformatik der Uni Würzburg statt.

Die Kooperation („Digital Retail Lab“) wurde seitens Bernd Freier angeregt und von Thomas Lurz zusammen mit dem COO Andreas Baur vertragsreif gemacht. Bestand hat diese nun offiziell seit Januar 2017 und ist für eine Laufzeit von 3 Jahren fixiert.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Frédéric Thiesse und Betreuung durch Giacomo Welsch der Universität Würzburg wurde innerhalb von vier Monaten ein Skill mit den Schwerpunkten Gamification und Information entwickelt.

Der Teilnehmerkreis der Abschlusspräsentation in Rottendorf bestand aus den sechs Studierenden des Master-Jahrgangs der Uni, sowie dem leitenden Professor und Betreuer. Von s.Oliver waren Verantwortliche der Global IT, u.A. Herr Frenzel und Herr Baur und Vertreter des Marketings und Online Shops anwesend.

Die Studierenden erklärten ihre Vorgehensweise anhand der Scrum-Methode, die Aufteilung der Arbeitspakete und die technischen Grundlagen, um überhaupt einen Skill frei entwickeln zu können.

Warum Amazon Alexa? Zu Beginn wurde der Markt nach Sprachdiensten abgesucht, die sich überhaupt mit anpassungsfähigen Skills beschäftigen und neben sprachgesteuerten Informationen auch „Reaktionen“ auf Anfragen liefern konnten. Nach gründlicher Evaluierung kam für das Vorhaben nur Amazons Alexa in Frage.

Die Entwicklung eigener Skills wird von Amazon unterstützt und das Unternehmen stellt dafür eine Entwicklungsplattform zur Verfügung. Die einzige Prämisse für „freie“ Entwicklungen ist neben der Richtlinie für deutschsprachige Skills auch eine Liste sogenannter Intents und Utterances. Dies sind für den Laien gesprochen die vordefinierten „Aktionen“ eines Sprechers die zu einer „Reaktion“ von Alexa führen. Diese von Amazon definierten Intents und Utterances müssen genutzt werden, können aber angepasst und erweitert werden. Rund 800 weitere selbstentwickelte Intents und Utterances wurden vom Studierenden-Team manuell eingegeben und das Codewort „s.Oliver“ hinzugefügt, was es Alexa erlaubt, gezielt Informationen zu unserem Unternehmen zu geben.

Die abgeschlossenen Entwicklungen müssen nach Fertigstellung durch Amazon anhand eines strengen Kriterienkataloges freigegeben werden.

Entwicklungsbereiche

Informationen: Alexa ist in der Lage mittels eines Account-Linkings Bestellinformationen vom Onlineshop abzurufen. Dazu muss sich der Nutzer per Mobile Device an unserem Onlineshop anmelden und Alexa beantwortet dann Fragen zu Bestellungen, Rücksendungen, Lieferstatus oder Reklamationen. Dies wurde prototypisch ungesetzt, da eine echte Anbindung an unseren Onlineshop aus rechtlichen Gründen nicht durch die Studierenden erfolgen konnte.

Angebote: Durch die Verknüpfung mit dem s.Oliver Onlineshop kann Alexa aktuelle Onlineshop Angebote aller Segmente und Brands wiedergeben.

Gamification: Unter dem Stichwort „Gamification“ verbirgt sich ganz allgemein, das Ansprechen von Nutzern in spielerischer Form. Alexa startet ein Quiz und stellt Fragen und Behauptungen zu s.Oliver auf, die vom Nutzer beantwortet werden müssen. Nachdem das Quiz erfolgreich durchlaufen wurde wird ein Gutscheincode für den Kunden generiert, der in unserem Onlineshop eingelöst werden kann.
Dies ist vielversprechend, um Kunden zu binden und um nachzuverfolgen, wie hoch der Anteil der Nutzer ist, die einen Gutschein durch Alexa erhalten und einlösen.

Herausforderungen

Um an dieses Endergebnis zu gelangen war vor allem die richtige Basis-Architektur die große Herausforderung. Außerdem musste man im Entwicklungsteam einige Runden drehen um mit Alexa einheitlich zu kommunizieren. Da s.Oliver den Auftrag relativ flexibel gestaltet hatte, konnte man die Arbeiten im Zeitplan abwickeln und sogar noch kurzfristige Anforderungen einbringen.

Nutzen

Momentan fehlen Schnittstellen zu s.Oliver, die für weitere Entwicklungen notwendig sind. In der erweiterten Ausbaustufe wird der folgende Masterjahrgang an einem Vorschlags-Skill arbeiten. Dieser soll dann mittels Foto einer Person und einer Anforderung wie „Alexa, suche mir zu diesem Pullover eine passende Hose“ ausführen können und erstellt mittels Referenzdaten von Plattformen wie Instagram, Facebook oder vorangegangenen Käufen einen Outfitvorschlag mit Produkten aus unserem Onlineshop.

Fazit

Dank dieser tollen Leistung des Teams der Uni Würzburg weiß Alexa schon jetzt sehr viel und lernt ständig dazu. Das Medium Alexa ist als Brücke zum (potenziellen) Kunden bald nicht mehr wegzudenken. Der Grundstein wurde gelegt und wir bleiben dran, die Weiterentwicklungen zu begleiten und hoffentlich euch bald einen ersten Vorgeschmack geben zu können.